Engagement & Vorgehen
Welche Unternehmensgrößen begleiten Sie?
Unser Sweet-Spot liegt zwischen 30 und 1.500 Mitarbeitenden. Kleinere Unternehmen begleiten wir in einem schlanken Self-Service-Modell mit Festpreis-Workshops. Konzern-Mandate übernehmen wir punktuell, in der Regel mit klar abgegrenztem Geltungsbereich (eine Tochtergesellschaft, ein Geschäftsbereich) — wir sind keine Großberatung mit eigener Account-Struktur.
Wie läuft das Erstgespräch ab?
30 Minuten, remote per Video oder Telefon. Wir klären vier Fragen: Welcher Use Case? Welche Datenflüsse? Welche Compliance-Lage? Wer ist Eigentümer im Haus? Sie erhalten am Ende eine Empfehlung — auch wenn die lautet: „Macht es selbst, ihr braucht uns nicht.“ Kostenlos und unverbindlich.
Was unterscheidet Sie von einer großen Beratung?
Wir verkaufen keine Stunden, sondern Ergebnisse. Festpreis-Engagements mit klarem Zeitrahmen und definiertem Output. Keine Beraterpyramiden, keine Kettenüberweisung an Junior-Consultants. Wer mit uns arbeitet, arbeitet mit den Personen, die im Erstgespräch saßen.
Können Sie auch in Englisch arbeiten?
Ja. Standardsprache ist Deutsch (alle Dokumente, Workshops, Trainings), aber wir liefern auf Anfrage auch englische Versionen. In Mandaten mit US-Mutter oder britischen Stakeholdern ist das die Norm.
Kosten & Verträge
Was kostet ein typischer Pilot?
Ab 18.000 € netto Festpreis für 4–8 Wochen. Größenordnung hängt von Use-Case-Komplexität, vorhandener interner Kapazität und Compliance-Anforderungen ab. Wir geben in jedem Erstgespräch eine konkrete Indikation, in der Audit-Phase die finale Festpreis-Zusage.
Vertragsmodell?
Werkvertrag mit Festpreis und definiertem Liefergegenstand. Zahlung in der Regel 30/40/30 (Anzahlung, Meilenstein, Abnahme). Standard-Geheimhaltungsvereinbarung mit drei-Jahres-Bindung. Kein Wartungsvertrag-Zwang nach Abschluss — der Begleitete Betrieb ist optional und separat kündbar.
Mit welchen Drittanbietern arbeiten Sie?
Hostinger als VPS-Anbieter (Affiliate-Partnerschaft transparent). Hetzner und IONOS für regulierte Mandate. Anthropic für LLMs in Cloud-Setups. Nous Research für lokale Hermes-4-Modelle. Microsoft Presidio für PII-Pre-Processing. Tailscale für Mesh-VPN. Sentry für Monitoring. Wir empfehlen ausschließlich Werkzeuge, die wir selbst produktiv einsetzen.
Bekommen Sie Provisionen von Drittanbietern?
Bei Hostinger: ja, transparent als Affiliate ausgewiesen. Bei allen anderen genannten Anbietern: nein. Unsere Empfehlung von Anthropic, Hetzner, Tailscale, Sentry ist provisionsfrei. Sollte sich daran etwas ändern, weisen wir es proaktiv aus.
Technik & Architektur
Welche Hardware reicht?
Pilotbetrieb: 4 vCPU, 16 GB RAM, 200 GB NVMe (z. B. Hostinger KVM 4). Produktiv-Mehrnutzer: 8 vCPU, 32 GB RAM (KVM 8). Lokale 70B-Modelle: GPU-Server mit RTX 4090 (24 GB VRAM) oder dedizierte Inferenz-Knoten (etwa Hetzner GPU-VPS).
Welche LLMs setzen Sie standardmäßig ein?
Anthropic Claude — Sonnet 4.6 als Allrounder, Opus 4.7 für komplexes Reasoning, Haiku 4.5 für Routine. Für souveräne Setups: Hermes 4 von Nous Research oder Llama 3.3 70B via Ollama/vLLM. In Mandaten mit hohen Datenschutzanforderungen mischen wir typischerweise: lokal für sensitive Schritte, Cloud-LLM für unsensitive Routinen mit pseudonymisiertem Input.
Was passiert bei einem Server-Ausfall?
Tagessicherung auf separates System (Hetzner Storage Box oder Backblaze B2), Snapshots vor Konfigurationsänderungen, dokumentierter Recovery-Plan. RTO ~30 Minuten, RPO ~24 Stunden im Standard. Bei kritischen Setups bauen wir aktiv-passive Failover-Topologien.
Können wir bei einem anderen Hoster bleiben?
Selbstverständlich. Hostinger ist unsere Standard-Empfehlung für Mittelstand-Piloten. Hetzner, IONOS, Open Telekom Cloud sind problemlose Alternativen. Bei eigener Hardware kommen wir mit dem Bare-Metal-Setup vor Ort.
Compliance & Datenschutz
Ist das DSGVO-konform?
Ja, bei korrekter Architektur. Voraussetzungen: VPS in der EU, Auftragsverarbeitungsverträge, PII-Filterung, dokumentiertes Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Lokale Modelle eliminieren den Drittland-Aspekt. Vollständiger Leitfaden auf unserer Compliance-Seite.
Wie steht es mit dem AI Act?
Die meisten unserer Use Cases (Triage, Concierge, Helpdesk) gelten als „begrenztes Risiko“ — Transparenzpflichten, klare Kennzeichnung. Hochrisiko-Anwendungen (Recruiting, Kreditvergabe, Strafverfolgung) bedienen wir nicht ohne juristische Begleitung.
BSI Grundschutz?
Für Mandate aus der öffentlichen Hand und KRITIS modellieren wir nach IT-Grundschutz-Bausteinen. Konkrete Bausteine: APP.6, CON.10, OPS.1.2.5, SYS.1.1, SYS.1.5, NET.3.2, DER.2.1. Baustein-Mapping als Anhang zur Architektur-Dokumentation auf Anfrage.
Wer haftet, wenn der Agent etwas Falsches tut?
Im Standard: Sie als Betreiber. Genau deshalb empfehlen wir Approval-Mode für jede schreibende Aktion, klare Eskalationspfade und Logging. Im Fehlerfall ist nachvollziehbar, ob der Agent korrekt reagiert hat oder ob ein menschlicher Approver eine fehlerhafte Aktion durchgewunken hat. Vertraglich übernehmen wir Implementierungsgewährleistung, keine Betriebshaftung — das wäre Versicherungssache.
Betrieb & Wartung
Wer betreibt den Agenten nach dem Pilot?
Standard: Ihre IT. Wir übergeben mit dokumentiertem Runbook, Schulung der zuständigen Personen, Q&A-Hypercare in den ersten 30 Tagen. Optional: Begleiteter Betrieb als Retainer (ab 2.400 € netto/Monat) mit definiertem SLA, Monthly Review, Versions-Updates.
Wie aktualisiere ich auf neue Hermes/OpenClaw-Versionen?
Hermes: hermes update. OpenClaw: npm install -g openclaw@latest. Vor Major-Updates Snapshot anlegen. Wir liefern Update-Hinweise im begleiteten Betrieb proaktiv.
Was passiert, wenn Nous Research oder das OpenClaw-Projekt verschwinden?
Beide Projekte stehen unter MIT-Lizenz; Sie haben dauerhaftes Nutzungsrecht. Im Worst Case forken wir das letzte stabile Release und liefern Sicherheits-Patches im begleiteten Betrieb. Praktisch ist dieses Szenario unwahrscheinlich — Nous Research ist gut finanziert, OpenClaw hat eine aktive Community.
Sonstiges
Bieten Sie auch reinen Workshop-Service?
Ja. Eintägiger Workshop „KI-Agenten in Ihrem Unternehmen — Was geht, was nicht“ ab 3.200 € netto, vor Ort oder remote, bis zu 12 Teilnehmende. Ergebnis: priorisierte Use-Case-Liste, Make-or-Buy-Indikation, nächste Schritte.
Wir haben schon einen Anbieter — können Sie das prüfen?
Ja. „Second-Opinion-Audit“ als zweitägiges Engagement: wir sichten den vorhandenen Stack, die Verträge, die Architektur, und liefern eine Risikobewertung. Üblich vor größeren Erweiterungs-Investments oder bei Vertragsverlängerungen.
Können wir Sie als Sparring für unsere interne KI-Strategie buchen?
Ja. Strategie-Sparring im Stundenkontingent oder als Monthly-Office-Hour. Vor allem für mittelständische Geschäftsführungen relevant, die Sparringspartner ohne Großberatungs-Apparat suchen.